Connor Oberst hat sich in einem offenen Brief an einen Konzert-Promoter in Arizona gewandt, nachdem dieser den Konzertboykott von Bands wie Bright Eyes, Sonic Youth und Rage Against The Machine in Frage gestellt hatte.
Die Bands hatten auf Initiative von Zack de la Rocha (RATM) beschlossen, nicht mehr in Arizona aufzutreten, nachdem das so genannte Immigration Law verabschiedet wurde.
Es gibt den Police Officern mehr Macht und Befugnisse, illegale Einwanderer aufzuspüren.
Charlie Levy, ein Musik-Promoter aus Arizona, wandte sich daraufhin in einem offenen Brief an die Künstler und schlug ihnen vor, den Boykott zu beenden und stattdessen lieber gegen das Gesetz vor Ort und mit ihren eigenen Mitteln, d.h. der Musik, zu protestieren.
Auf diese Aufforderung hin, meldete sich Conor Oberst zu Wort, der den Tourneeboykott in einem Statement rechtfertigt und dabei bemerkenswert schlaues von sich gibt:
"Ich habe die Befürchtung, sollten wir zur Tagesordnung zurückkehren (in der Gestalt einer musikalischen Bürgerbewegung), dass dies in die gängige Effekthascherei ausarten würde, die so typisch für politischen Aktivismus in der Musik ist," erklärt Oberst das radikale Vorgehen der Streikenden. "Vielleicht würden wir uns damit besser fühlen, aber es würde nicht ein verdammtes Fünkchen dazu beitragen, dass sich die Meinung der radikalen, rassistischen Minderheit, die in den letzten Dekaden die Politik in Arizona kontrolliert, ändere. Auf den Punkt gebracht: die ganze Aktion würde ihre Zähne verlieren."
Das ist doch mal ein smarter Vorstoß!